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Wir befinden uns in Bever, einem Dorf, wo die Zeit seit hundert Jahren still gestanden zu haben scheint. Die Chesa Salis war ursprünglich ein Bauernhaus (1590 erbaut), bestehend aus zwei Baukörpern, dem Wohnhaus und dem Stall mit dem Heuboden. Besitzer waren die Moeli, wohlhabende, nach Bergamo emigrierte Kaufleute, die hier die Sommerfrische verbrachten.



1877 verkauften sie es an Rudolf von Salis-Muralt, Sprössling einer der wichtigsten Familien des Engadins und Bergells. Als bäumte sich die "Macht der Dynastie" ein letztes Mal auf, erteilte er 1883 Nikolaus Hartmann, einem Deutschschweizer, im Engadin niedergelassenen Architekten, den Auftrag, es in eine herrschaftliche Wohnstätte umzubauen. Hartmann vermählte harmonisch das Bestehende mit dem damals vorherrschenden Eklektizismus und fügte die beiden Baukörper zu einem einzigen zusammen. Das Äussere veredelte er duch Loggien aus Holz. Die Fassaden gliederte er mit einer Fülle architektonischer, in den Verputz eingeritzter Sgraffiti, die Fenster und Türbogen umrahmten und die ein Quadermauernwerk vortäuschen, was nicht nur auf die Architektur von Biagio Rossetti verweist, sondern auch auf andere, die den Architekten Schinkel und Semper näher standen. Viel Sorgfalt verwendete er auf Details, die Schmiedeisenarbeiten beispielsweise. Auch im Innern mangelt es nicht an Überraschungen. Die Zimmer und Appartements sind bemalt, mit Arvenholz getäfert oder mit Stuckaturen verziert – keines wie das andere.

Der sorgfältige Umbau im Herbst 2003 ist ein Beweis, wie prachtvolles Kunsthandwerk und moderne Einrichtungen – Altes und Neues – harmonisch aufeinander abgestimmt werden können.
 
 
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CHESA SALIS
ROMANTIK HOTEL & RESTAURANT
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